Veröffentlicht am Sonntag, 1. April 2012
Eines der Highlights im Frühling ist das jährliche Quiltfest bei unseren ungarischen Nachbarn, in Tatabanya. Gutgelaunt folgten wir der Einladung von Andi, die das Fest in unglaublich engagierter Weise organisiert und Magdi, die sie dabei unterstützt. Mit dem Railjet kamen wir nach bequemer, 2-stündiger Fahrt in Ungarn an, wurden dort von Andi und 3 weiteren Quilterinnen erwartet und zur Schule, in deren Aula das Quiltfest stattfindet, gebracht.
Beim Eingang bekommen alle Besucherinnen ein Plastiksackerl (tüte) in dem sich das aktuelle Nähprojekt samt Stoffen, Schnitt, usw. befindet. Im Saal wurde schon eifrig genäht. So sieht es aus, wenn sich mehr als 300 Quilterinnen zum gemeinsamen arbeiten treffen

Für uns war schon ein schöner Tisch reserviert, da sich diesmal 21 Österreicherinnen auf den Weg machten, zur großen Freude unserer ungarischen Freundinnen.
Es gab viele schöne Quilts zu bewundern



Andi hatte einige traumhaft schöne Molas genäht


Das ist ein Gemeinschaftsquilt der Gruppe, er wird beim Quilt Festival in Birmingham zu sehen sein. Die Ostereier sind alle nach tradtionellen Mustern, die man auf den künstlerischen Ostereiern, welche in Ungarn heute noch hergestellt werden kann, findet. Die Muster stammen aus einem Buch, wo diese Originalmuster abgebildet sind. Die Noten sind von einem ungarischen Volkslied, das uns Magdi vorgesungen hatte. Der Quilt soll die ungasrische Kultur zeigen und ich finde, er ist wirklich sehr gelungen

Es gab ein Katzenzimmer, wo ich diese Maus besonders süß fand

ein Weihnachtszimmer, wo man sich wirklich fühlte wie am 24. Dezember. Das hat mich, als bekenneder Weihnachtsfan sehr angesprochen

alle Tannenbäume waren in verschiedenen Farben geschmückt, wobei rot-grün (auch meine traditionellen Weihnachtsfarben) dominierten


wunderschöne Redwork Arbeiten wurden gezeigt.
Es gab viele kleine workshops, wunderschöne und sehr preisgünstige Stoffe, Zubehör, Bücher, etc. Eine Tombola mit wirklich tollen Preisen, leider zog ich wieder einmal lauter Nieten, aber das macht nichts. Für ein Kinderheim wurden Katzenköpfe auf Holzstäben genäht, usw. Der Tag wurde wieder einmal zu kurz.
16 Frauen hatten gemeinsam 4 Monate lang alles für das Quiltfest vorbereitet. Da es das 5. war, haben sie beschlossen die Besucherinnen zu beschenken. Es wurden 400 Nadelkissen genäht und jede Besucherin durfte sich am Ende eines aussuchen
Um zu zeigen welche gemeinsamen Projekte bei den vorangegangen Quiltfesten genäht wurden, gibt es von jedem Jahr einen Lampion, mit Jahreszahl und den kleinen Arbeiten dieses Jahres, die Idee ist großartig

Zum Abschluß hatten wir noch ein wenig Zeit um mit Magdi und Andi zu plaudern, eine nette ungarische Quilterin lud uns zu einem Glas Wein (wohl aus eigener Produktion) ein und eine andere brachte uns Kostproben von herrlich schmeckenden süßen und pikanten Blätterteigtaschen. Es ist wirklich schön, wie sehr Patchwork verbindend sein kann und wieviele Freundschaften daraus entstehen.
Gut gelaunt machten wir uns auf den Heimweg, nicht ohne irgendwelche “Schätze” mitzunehmen

dieses Nadelkissen habe ich mir ausgesucht

Das Taschentuchtäschchen war eines der workshops, Ursula und ich haben netterweise je eines geschenkt bekommen und einige Stoffe mussten auch mit, da hätte ich noch vieeeeel mehr gefunden, aber eigentlich möchte ich ja meinen Vorrat abbauen

Es war wieder einmal sehr schön bei unseren ungarischen Quiltfreundinnen, wir kommen im nächsten Jahr bestimmt wieder und da wir uns nun schon öfter bei Quiltereignissen getroffen haben, haben wir beschlossen ein grenzüberschreitendes Round Robin Projekt mit jeweils 18 Teilnehmerinnen zu beginnen, darauf freue ich mich schon sehr.
Einen sehr schönen Bericht mit vielen Bildern kann man bei Ursula sehen.